Kurz erklärt: Entity SEO bedeutet, Inhalte so zu schreiben und zu strukturieren, dass Suchsysteme eindeutig erkennen, welches Ding gemeint ist. Sie erklären Merkmale und Beziehungen, vermeiden Verwechslungen und helfen Google, Inhalte passend einzuordnen.
Entity SEO das Wichtigste in Kürze
- Entity SEO beschreibt Inhalte so, dass Systeme eine Entität eindeutig erkennen und von ähnlichen Begriffen unterscheiden. Dafür brauchen Texte Definition, Merkmale und klare Beziehungen zu anderen Begriffen.
- Für jede Seite sollte eine Haupt Entität feststehen. Nennen Sie sie früh, erklären Sie Varianten und Grenzen, und verknüpfen Sie passende Unterthemen über interne Links, damit Zusammenhänge maschinenlesbar bleiben.
- Google ordnet Inhalte über Entitäten und Wissensdaten wie den Knowledge Graph ein. Das beeinflusst, welche Seite für eine Anfrage passt und ob zusätzliche Darstellungen wie erweiterte Suchergebnisdarstellungen möglich sind.
- KI Systeme sind keine Suchmaschine, nutzen aber häufig Quellen und Abrufsysteme. Einheitliche Begriffe, klare Beziehungen und konsistente Kerndaten reduzieren Verwechslungen in Antworten, auch wenn Nutzung und Ausgabe nicht steuerbar sind.
- Technik unterstützt den Text: Strukturierte Daten markieren Zusatzinfos im Code. Nutzen Sie sie nur, wenn die Informationen wirklich auf der Seite stehen, und prüfen Sie nach Änderungen, ob Text und Auszeichnung weiterhin zusammenpassen.
Was ist Entity SEO
Entity SEO bedeutet: Sie optimieren Inhalte so, dass Maschinen klar erkennen, welches konkrete Ding gemeint ist (Entität) und in welchem Zusammenhang dieses Ding steht.
Was ist eine Entität?
Eine Entität ist etwas, das eindeutig unterscheidbar ist, zum Beispiel eine Person, eine Firma, ein Ort, ein Produkt oder eine Dienstleistung.
Wichtig ist nicht die Wortform, sondern die eindeutige Zuordnung.
Keyword vs. Entität
Ein Keyword ist eine Zeichenfolge („Zahnarzt Berlin“, „Apple“, „Jaguar“). Das Problem: Viele Begriffe sind mehrdeutig.
Bei Entitäten geht es darum, Mehrdeutigkeit aufzulösen. Gemeint ist zum Beispiel: Meinen Sie mit „Apple“ die Firma oder die Frucht, und mit „Jaguar“ das Tier oder die Automarke?
Für Ihre Inhalte heißt das: Sie müssen früh klarmachen, welche Variante gemeint ist.
Woran erkennt man Entity SEO im Text?
Entity-optimierte Inhalte machen drei Dinge sauber:
- Benennen: Die Haupt-Entität steht klar im Text (Name + kurze Einordnung).
- Beschreiben: Wichtige Merkmale werden genannt (z. B. Standort, Spezialisierung, Varianten, Zielgruppe).
- Verknüpfen: Beziehungen werden erklärt (z. B. Firma, Leistung, Problem und Lösung).
Diese Logik ist die Grundlage dafür, dass Such- und Antwortsysteme Inhalte korrekt einordnen. Das Thema dahinter wird oft über den Knowledge Graph erklärt. Der Knowledge Graph ist vereinfacht Googles Wissensdatenbank zu Dingen und ihren Beziehungen.
Warum setzt Google auf Dinge statt Wörter
Entity SEO ist vor allem deshalb wichtig, weil Google Inhalte nicht nur als Text verarbeitet. Google versucht zu verstehen, welches konkrete Ding gemeint ist und wie es mit anderen Dingen zusammenhängt.
Was der Knowledge Graph dabei macht
Der Knowledge Graph kann vereinfacht so verstanden werden: Entitäten sind „Knoten“ (zum Beispiel Firma, Person, Ort, Produkt). Beziehungen verbinden diese Knoten (zum Beispiel „gehört zu“, „sitzt in“, „bietet an“, „ist Teil von“).
Wenn eine Entität eindeutig ist, kann Google Informationen besser zuordnen und wiederfinden.
Warum Beziehungen oft wichtiger sind als einzelne Wörter
Viele Inhalte klingen auf den ersten Blick ähnlich, weil sie ähnliche Wörter nutzen. Für Google wird es dann entscheidend, ob der Zusammenhang eindeutig ist.
Typische Beziehungen, die Sie im Text klar machen sollten, sind zum Beispiel: Unternehmen und Leistung für eine Zielgruppe; Produkt und passende Varianten für einen Anwendungsfall; Begriff mit Definition und Abgrenzung.
Je klarer diese Beziehungen sind, desto weniger muss Google „raten“, was gemeint ist.
Kurzes Praxisbeispiel (Mehrdeutigkeit auflösen)
Nehmen wir „Jaguar“: Meint der Text das Tier oder die Automarke?
Ein eindeutiger Text löst das früh: mit einer kurzen Definition („Jaguar ist hier die Automarke …“), passenden Merkmalen (Modelle, Hersteller, Branche) und Beziehungen, die das einordnen (zum Beispiel welcher Konzern dahintersteht).
Genau hier setzt Entity SEO an: Sie liefern die Hinweise, die Google braucht, um die richtige Bedeutung zu wählen.
Wie erkennt Google Entitäten
Google „liest“ Inhalte nicht wie ein Mensch. Es sucht nach Hinweisen, die helfen, eine Entität eindeutig zuzuordnen. Dabei zählt nicht ein einzelnes Signal, sondern das Gesamtbild aus Text, Struktur und Kontext.
Welche Quellen Google zur Einordnung nutzt
Für Entitäten greift Google oft auf bekannte, stabile Referenzen zurück. Typische Vergleichspunkte sind der eigene Seiteninhalt (Definitionen, Überschriften, Abschnitte), Standardquellen wie Wikipedia und Wikidata, eigene Wissensdaten wie der Knowledge Graph sowie öffentliche Profile und Erwähnungen, wenn Kerndaten konsistent sind.
Wichtig: Ihre Website muss nicht „die Quelle der Wahrheit“ sein. Aber sie sollte so klar sein, dass Google sie ohne Rätselraten einordnen kann.
Welche Signale im Text besonders helfen
Wenn Google entscheiden muss, welche Entität gemeint ist, helfen klare Angaben: Name und kurze Einordnung direkt am Anfang, Merkmale die abgrenzen (Branche, Standort, Spezialisierung), Beziehungen im Satz (X bietet Y an, Y gehört zu X) und nur die Synonyme oder Varianten, die Sie auch erklären.
Je früher diese Infos kommen, desto einfacher wird die Zuordnung.
Mehrdeutigkeit in der Praxis (ein einfaches Beispiel)
Angenommen, Sie schreiben über „Mercury“. Das kann ein Planet, ein chemisches Element oder eine Marke sein.
Ein eindeutiger Text löst das in den ersten Sätzen („Mercury ist hier das chemische Element, also Quecksilber“). Danach folgen Merkmale (Eigenschaften, Einsatzgebiete, Risiken) und der Zusammenhang, in dem das Element genutzt wird.
So geben Sie Google genug Kontext, um die richtige Bedeutung zu wählen.
Wie setze ich Entity SEO in 6 Schritten um
In der Umsetzung geht es fast immer um dieselben sechs Schritte. Das Ziel: pro Seite klar machen, welche Entität im Mittelpunkt steht – und wie sie mit anderen Begriffen, Leistungen und Themen verbunden ist.
Schritt 1 – Core-Entitäten festlegen
Starten Sie nicht mit „Seiten“, sondern mit einer Liste der wichtigsten Entitäten, die Ihre Website erklären soll.
Typische Kern Entitäten sind Ihre Marke oder Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen oder Produkte, Ihre Branchen, Ihre Zielgruppen (zum Beispiel B2B SaaS, Steuerberater, Malerbetrieb) und Kernprobleme (zum Beispiel Wärmepumpe Förderung oder Sichtbarkeit in KI Antworten).
Wichtig: Lieber eine kurze, saubere Liste als 50 Begriffe ohne Priorität.
Schritt 2 – Entity-Mapping pro Seite
Für jede wichtige Seite legen Sie eine Haupt Entität fest, ergänzen unterstützende Entitäten (Eigenschaften, Unterbegriffe, Varianten) und formulieren die wichtigsten Beziehungen als klare Sätze (zum Beispiel X bietet Y, Y löst Problem Z).
Beispiel Dachsanierung: Haupt Entität ist Dachsanierung. Unterstützende Begriffe sind Flachdach, Steildach, Dämmung, Energieeffizienz, Kosten und Förderung. Beziehung als Satz: Dachsanierung verbessert die Energieeffizienz und kann bei passenden Fällen Förderungen ermöglichen.
Schritt 3 – Content so schreiben, dass die Zuordnung leicht fällt
Drei Regeln, die fast immer wirken:
- Definition früh: In den ersten Absätzen steht, was es ist.
- Merkmale konkret: Was gehört dazu, was nicht, welche Varianten gibt es?
- Beziehungen sichtbar: Wer macht was, für wen, mit welchem Ergebnis?
Wenn Sie Themencluster nutzen, hilft das zusätzlich beim Aufbau von Themenautorität. Das Konzept dazu: Topical Authority. Das bedeutet Themenautorität: Eine Website deckt ein Thema so vollständig ab, dass sie als verlässliche Quelle erkannt wird.
Schritt 4 – Strukturierte Daten sauber ergänzen (ohne Spam)
Strukturierte Daten sind kein Ersatz für klare Texte. Sie sind ein Zusatzsignal.
Praktische Regel: Strukturierte Daten nur ergänzen, wenn der Inhalt auf der Seite das auch wirklich abdeckt.
Schritt 5 – Interne Verlinkung als „Beziehungs-Gerüst“
Interne Links sind nicht nur Navigation. Sie zeigen Zusammenhänge.
So setzen Sie interne Links sinnvoll: von Übersichtsseiten zu Detailseiten, von Definitionen zu Anleitungen und von Leistungsseiten zu typischen Fragen wie Kosten, Ablauf oder Voraussetzungen.
Schritt 6 – Offpage-Konsistenz und Erwähnungen
Wenn Name, Beschreibung und Kerndaten Ihrer Marke im Web widersprüchlich sind, wird eindeutige Zuordnung schwerer.
Praktischer Fokus: gleiche Schreibweise des Namens, gleiche Kernaussage (was Sie sind oder anbieten) und konsistente Profile und Erwähnungen.
Mehr dazu im Kontext von Erwähnungen: Brand Mentions.
Wie nutze ich strukturierte Daten für Entity SEO
Strukturierte Daten sind Zusatzinformationen, die Sie im Code einer Seite hinterlegen. Sie beschreiben Inhalte in einer festen Form, damit Systeme leichter erkennen, worum es geht und welche Entitäten vorkommen.
Was strukturierte Daten leisten und was nicht
Strukturierte Daten helfen bei der Einordnung von Entitäten (zum Beispiel Firma, Person, Produkt). Sie können zusätzliche Darstellungen in Suchergebnissen unterstützen. Sie ersetzen aber keinen klaren Text: Wenn der Inhalt unklar ist, macht eine Auszeichnung ihn nicht „wahr“.
Welche Auszeichnungen für Entity SEO meist sinnvoll sind
Welche Typen passen, hängt von Ihrer Website ab. Häufig reichen drei Gruppen: Unternehmen oder Organisation, Angebot oder Leistung und Inhalte wie Ratgeber oder FAQ. Wichtig ist, dass die Auszeichnung zum sichtbaren Inhalt passt.
Praktische Regel: Auszeichnung nur setzen, wenn die Seite die Informationen auch wirklich enthält.
JSON-LD kurz erklärt
JSON-LD ist eine gängige Form, strukturierte Daten einzubinden. Damit legen Sie Typ, Name und wichtige Eigenschaften fest, zum Beispiel Adresse, Branche, Kontakt oder Angebot.
Für Entity SEO ist wichtig: Die Angaben sollten zu dem passen, was Sie im sichtbaren Text sagen. Keine Abkürzungen oder Nebenvarianten, die sonst nirgends auftauchen.
sameAs und @id (die zwei Stellen, an denen viele Fehler passieren)
@id ist eine Art interner Identifikator für eine Entität. Er hilft, dass Systeme dieselbe Entität über mehrere Seiten hinweg wiedererkennen.
sameAs verknüpft Ihre Entität mit passenden Referenzen (z. B. offiziellen Profilen oder Datenquellen). Das kann helfen, Mehrdeutigkeit zu reduzieren.
Wichtig: Verlinken Sie nur Referenzen, die wirklich dieselbe Entität meinen. Nutzen Sie sameAs nicht als Link Sammlung, denn falsche Zuordnungen sind schlimmer als keine.
Validierung und Kontrolle
Nach der Umsetzung prüfen Sie zwei Dinge:
- Ist das Auszeichnung technisch sauber eingebunden (keine Fehler)?
- Spiegelt es den Seiteninhalt korrekt wider (keine Fantasie-Angaben)?
Wenn Sie später Änderungen an Name, Angebot oder Struktur machen, sollten die strukturierten Daten mitgezogen werden. Sonst entstehen Widersprüche.
Wie schreibe ich Inhalte eindeutig
Entity SEO funktioniert nicht nur über Technik. Der wichtigste Hebel ist fast immer der Text selbst: Er muss früh zeigen, welche Entität gemeint ist und wodurch sie sich unterscheidet.
Die Haupt-Entität in den ersten Zeilen festnageln
Wenn eine Seite „über X“ ist, sollte X schnell und eindeutig vorkommen.
Praktische Regel für den Start: Beginnen Sie mit Name und kurzer Einordnung. Wenn es typische Verwechslungen gibt, ergänzen Sie direkt danach eine kurze Abgrenzung (X ist nicht …). Damit lösen Sie Mehrdeutigkeit früh auf.
Merkmale nennen, die wirklich abgrenzen
Viele Texte bleiben zu allgemein. Für Systeme ist „konkret“ meist hilfreicher als „schön formuliert“.
Beispiele für Merkmale (je nach Thema) sind Standort oder Einsatzgebiet, Leistungsumfang, Varianten (Modelle oder Pakete), Voraussetzungen und typische Anwendungsfälle.
Beziehungen im Fließtext sichtbar machen
Beziehungen sind oft der Unterschied zwischen „klingt richtig“ und „ist eindeutig“.
Hilfreiche Satzmuster sind zum Beispiel: X gehört zu Y. X bietet Y für Z. X löst Problem Y durch Z. X unterscheidet sich von Y durch Z.
Sie müssen das nicht als Liste schreiben. Es reicht, wenn der Text diese Logik klar abbildet.
Semantische Abdeckung prüfen (ohne Keyword-Stapeln)
Ziel ist nicht, ein Wort oft zu wiederholen, sondern die wichtigsten Begriffe rund um die Entität abzudecken.
So prüfen Sie das praktisch: Haben Sie Definition, Merkmale, Varianten, Abgrenzungen und typische Fragen? Fehlen wichtige Unterbegriffe? Und sind Begriffe konsistent, also nicht mehrere Schreibweisen für dasselbe?
WDF IDF kann dafür als Kontrolle dienen. WDF IDF ist eine Methode, um zu prüfen, ob wichtige Begriffe fehlen. Fokus: „Fehlt ein wichtiger Begriff?“ statt „Wie oft muss ich ihn schreiben?“
Drei Content Typen und was eindeutig dort heißt
Leistungsseite: Definieren Sie die Leistung, die Zielgruppe, den Ablauf und die wichtigsten Erwartungen an das Ergebnis.
Produktseite: Erklären Sie Varianten, Unterschiede und passende Anwendungsfälle.
Ratgeber: Liefern Sie klare Definitionen, Abgrenzungen und Beispiele aus der Praxis.
Wenn Sie das konsequent umsetzen, wird es für Such- und Antwortsysteme deutlich leichter, Inhalte sauber zuzuordnen.
Was gehört bei Entity SEO zu Offpage
Wenn Google (und andere Systeme) Ihre Marke nicht eindeutig zuordnen können, hilft die beste Textseite nur begrenzt. Der Grund ist simpel: Eine Entität wird nicht nur durch eine einzelne Seite beschrieben, sondern durch ein Gesamtbild.
Warum Offpage-Konsistenz für Entity SEO zählt
Offpage heißt hier nicht Backlinks um jeden Preis, sondern Identität und Wiedererkennung. Prüfen Sie: Ist der Name überall gleich geschrieben, wird Ihr Angebot ähnlich beschrieben und passen Standort, Kontakt, Kategorien und Leistungsbeschreibung zusammen?
Je weniger Widersprüche, desto leichter ist die Zuordnung.
Die kurze Konsistenz-Checkliste
Prüfen Sie diese Punkte auf Ihrer Website und auf wichtigen Profilen: Name (einheitlich, ohne wechselnde Zusätze), Kurzbeschreibung (ein Satz der bleibt), Leistungen (gleiche Begriffe für dasselbe), Kontakt und Adresse (wenn relevant) sowie Personen oder Team, wenn das Teil der Marke ist.
Das Ziel ist nicht „überall sein“, sondern „überall gleich sein“.
Erwähnungen richtig einordnen
Erwähnungen helfen vor allem dann, wenn sie Ihre Entität bestätigen: gleiche Marke, gleiche Beschreibung, gleiche Kerndaten und ein passender Branchen Kontext.
Mehr Hintergrund dazu: Brand Mentions. Brand Mentions sind Erwähnungen Ihrer Marke auf anderen Seiten oder Profilen.
Praxisbeispiel (ein Malerbetrieb)
Ein Malerbetrieb kann eindeutig wirken, ohne technisch kompliziert zu werden. Auf der Website stehen klare Leistungsseiten wie Innenanstrich, Fassadenanstrich und Tapezieren. In Profilen steht überall derselbe Kurztext. In Erwähnungen übernehmen Verzeichnisse oder Partnerseiten diese Beschreibung.
So entsteht ein konsistentes Bild: Marke, Standort, Leistungen und Zielgruppen oder Anwendungsfälle.
Häufige Fehler
Häufige Fehler sind leicht unterschiedliche Namen (zum Beispiel Maler Müller, Malerbetrieb Müller GmbH, Maler Müller und Sohn), wechselnde Leistungsbegriffe für dasselbe Angebot und veraltete Profile mit alter Adresse oder Telefonnummer.
Wie messe ich Fortschritt bei Entity SEO
Entity SEO ist selten ein „heute ändern, morgen fertig“-Thema. Deshalb brauchen Sie einfache Prüfungen, die zeigen, ob Zuordnung und Darstellung besser werden.
Startpunkt festhalten (damit Sie später vergleichen können)
Notieren Sie vor Änderungen die wichtigsten Seiten für Ihre Kern Entitäten, die wichtigsten Suchanfragen (Marke plus Leistungen plus zentrale Themen) und wie die Snippets heute aussehen (Titel, Beschreibung, Zusatzinfos).
Das ist keine Wissenschaft. Es reicht, wenn Sie einen sauberen Vorher-Nachher-Vergleich haben.
In der Google Search Console auf die richtigen Signale schauen
Die Google Search Console ist ein kostenloses Google Tool, das Impressionen und Klicks aus der Suche zeigt.
Rankings allein sind zu grob. Besser ist: Welche Seiten bekommen Impressionen für passende Themen rund um die Entität, werden mehr Varianten und Unterbegriffe abgedeckt (zum Beispiel Kosten, Ablauf, Voraussetzungen) und gibt es Veränderungen bei Klickrate und Darstellung?
Wenn sich die Begriffe, für die eine Seite sichtbar ist, „passender“ anfühlen, ist das oft ein gutes Zeichen.
Strukturierte Daten prüfen (technisch + inhaltlich)
Zwei Checks reichen in der Praxis:
- Technik: keine Fehler, keine Warnungen, Auszeichnung ist lesbar.
- Inhalt: Auszeichnung passt wirklich zum sichtbaren Inhalt (keine Angaben, die nirgendwo erklärt werden).
Wenn Sie hier sauber bleiben, vermeiden Sie die häufigsten Probleme.
Eindeutigkeit testen (mit einfachen Suchchecks)
Sie können ohne Spezialtools prüfen, ob Google Ihre Entität klarer versteht: Suchen Sie nach Markenname plus Leistung, nach Markenname plus Ort (wenn lokal) und nach früher mehrdeutigen Begriffen. Ziel ist, dass die richtige Seite erscheint und Kerndaten stimmen.
KI-Antworten realistisch beobachten
Bei KI Antworten gibt es weniger klare Messwerte. Trotzdem können Sie beobachten, ob Ihre Marke in passenden Kontexten korrekt beschrieben wird, ob Leistungen richtig zugeordnet werden und ob wiederkehrende Fehler auftauchen (zum Beispiel falscher Ort oder falsche Leistung).
Wenn solche Fehler seltener werden, ist das oft ein Hinweis auf bessere Konsistenz Ihrer Entität im Web.
Welche Fehler passieren bei Entity SEO
Viele Probleme bei Entity SEO entstehen nicht durch „zu wenig Technik“, sondern durch unklare Zuordnung. Wenn Systeme nicht sicher sind, welches Ding gemeint ist, wird alles wacklig: Ranking, Darstellung, Vertrauen.
Eine Seite will „alles“ abdecken
Fehler: Eine Seite versucht gleichzeitig Definition, Leistung, Preise, Branchen, Beispiele und zehn Neben-Themen zu erklären. Am Ende ist unklar, welche Entität im Mittelpunkt steht.
Besser: Pro Seite eine klare Haupt Entität. Nebenthemen auf eigene Seiten auslagern und intern sauber verknüpfen.
Zu spät erklären, worum es geht
Fehler: Der Text startet allgemein („In diesem Beitrag schauen wir …“) und kommt erst nach mehreren Absätzen zur eigentlichen Entität.
Besser: In den ersten Zeilen Name und Einordnung nennen. Wenn es typische Verwechslungen gibt, direkt eine kurze Abgrenzung ergänzen (das ist hier gemeint, das nicht).
Widersprüchliche Begriffe und Schreibweisen
Fehler: Die gleiche Sache wird auf verschiedenen Seiten anders benannt (z. B. „Beratung“, „Consulting“, „Strategie-Sparring“), ohne klare Erklärung. Oder der Markenname wechselt.
Besser: Ein Kernbegriff pro Leistung. Varianten nur nutzen, wenn Sie sie erklären und konsistent halten.
Strukturierte Daten passen nicht zum Inhalt
Fehler: Auszeichnung wird gesetzt, obwohl die Seite die Informationen nicht sauber enthält. Oder Typen werden „auf gut Glück“ gewählt.
Besser: Auszeichnung nur für Inhalte nutzen, die wirklich auf der Seite stehen. Wenn sich Inhalte ändern, Auszeichnung mit ändern.
sameAs falsch genutzt
Fehler: sameAs verweist auf Profile oder Seiten, die nicht eindeutig dieselbe Entität meinen (oder nur „ähnlich“ sind). Das kann Verwechslungen verstärken.
Besser: sameAs nur mit eindeutig passenden Referenzen nutzen. Im Zweifel lieber weglassen.
Interne Links sind „Navigation“, aber kein Zusammenhang
Fehler: Es gibt zwar interne Links, aber sie erklären keinen Bezug. Oder wichtige Seiten sind isoliert.
Besser: Links so setzen, dass der Zusammenhang klar wird (Definition zu Anleitung, Leistung zu Ablauf). Wichtige Entitäten bekommen eine klare Übersichtsseite.
Offpage-Daten sind veraltet oder widersprüchlich
Fehler: Alte Adresse, alte Telefonnummer, unterschiedliche Beschreibungen auf Profilen.
Besser: Kerndaten zentral festlegen und überall gleich führen. Profile regelmäßig prüfen.
Wenn Sie diese Fehler vermeiden, wird Entity SEO deutlich einfacher: Systeme bekommen klare Hinweise, statt selbst raten zu müssen.
Fazit
Entity SEO heißt im Kern: eindeutige Zuordnung statt Rätselraten. Wenn Sie pro Seite klar machen, welche Entität im Mittelpunkt steht, welche Merkmale dazugehören und welche Beziehungen wichtig sind, wird es für Such- und Antwortsysteme deutlich einfacher.
Die wichtigsten Hebel in einem Satz
Klarer Fokus pro Seite, saubere Begriffe, sichtbare Beziehungen, konsistente Kerndaten und passende strukturierte Daten.
Was Sie als Erstes tun sollten
Wenn Sie heute starten wollen, sind diese drei Schritte meist der schnellste Hebel:
- Wählen Sie 5–10 Seiten, die Ihre wichtigsten Leistungen oder Produkte erklären.
- Definieren Sie je Seite eine Haupt-Entität und 5–10 unterstützende Entitäten.
- Ergänzen Sie am Anfang eine kurze Definition + Abgrenzung und bauen Sie die wichtigsten Beziehungen in den Text ein.
Wenn Sie Entity SEO auch für KI Antworten mitdenken möchten, sind KI-SEO und LLMO (Large Language Model Optimization) passende Anschluss Themen.
