Wie lange dauert SEO? Wann kommen die ersten Ergebnisse.

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Ferenc Collinet

SEO ist kein Schalter, den man umlegt – eher ein System, das Schritt für Schritt besser verstanden und belohnt wird. Wenn Sie wissen möchten, wie lange SEO dauert, hilft zuerst eine saubere Definition von „Erfolg“. Denn je nachdem, ob Sie auf Rankings, Traffic oder Leads/Umsatz schauen, wirken Maßnahmen unterschiedlich schnell.

Als Faustregel gilt: Nach 3–6 Monaten lassen sich meist erste verlässliche Signale erkennen (mehr Indexierung, mehr Impressionen, erste Longtail-Bewegung). Nach 6–12+ Monaten wird es in vielen Projekten stabiler: Rankings halten länger, Nicht-Brand-Traffic wächst planbar, und Leads oder Umsatz ziehen nach – vorausgesetzt, Technik, Inhalte und Autorität entwickeln sich in die richtige Richtung.

Damit Erwartungen nicht auf Bauchgefühl basieren, bekommen Sie hier eine klare Zeitkorridor-Logik, einen konkreten 90-Tage-Plan und ein KPI-Set, mit dem Sie Fortschritt sichtbar machen – ohne Garantien.

Mini-Beispiel: Ein Ranking steigt von Position 18 auf 9 – aber die Klicks ändern sich kaum. Das kann passieren, wenn die Suchergebnisse viele Elemente „dazwischen“ schieben (z. B. lokale Boxen, Shopping, KI-Antworten) oder wenn der Title die Suchintention nicht sauber trifft.

Woran Sie Wirkung erkennen: In den ersten 30 Tagen steigen oft indexierte Seiten und Impressionen, bevor Conversions spürbar zunehmen.

Shortfacts.

  • Erste Signale: häufig nach 3–6 Monaten (Indexierung, Impressionen, Longtail, erste Top-10-Bewegung).
  • Stabile Ergebnisse: oft nach 6–12+ Monaten (dauerhafte Rankings, Nicht-Brand-Traffic, Leads/Umsatz).
  • Tempo hängt ab von: Technik, Content-Qualität/Intent, interner Verlinkung, Autorität/Erwähnungen, Wettbewerb & SERP-Layout.
  • Messpunkte: GSC (Coverage/Impressions), Top-10-Anteil, CTR, Landingpages, Leads/Umsatz.
  • Quick Wins: Indexierbarkeit, interne Links, Snippets (Title/Meta), Kannibalisierung beheben.

Wie lange dauert SEO typischerweise?

Wenn man SEO-Zeitpläne seriös beantwortet, braucht man zwei Ebenen: „erste Wirkung“ und „nachhaltige Wirkung“.

Erste Wirkung sehen Sie häufig, wenn Google Ihre Änderungen besser crawlt, indexiert und testweise höher einordnet: mehr gecrawlte/indizierte URLs, steigende Impressionen (vor allem im Longtail), erste Positionssprünge bei einzelnen Seiten. Das passiert oft innerhalb von 3–6 Monaten – bei manchen Projekten früher, bei anderen später.

Nachhaltige Wirkung bedeutet: Rankings bleiben stabil, Nicht-Brand-Traffic wächst über mehrere Monate, und Leads/Umsatz steigen nicht nur kurzzeitig, sondern planbar. Dafür braucht es meist 6–12+ Monate, weil Inhalte reifen, interne Verlinkung greift, Autoritätssignale sich aufbauen und Google ein konsistentes Bild Ihrer Relevanz bekommt.

Warum sind das immer Korridore? Weil SEO von Variablen abhängt, die Sie nur teilweise steuern: Konkurrenz, SERP-Layout (Features können Klicks abziehen), Algorithmus-Updates, technische Altlasten, Release-Zyklen im Team.

Drei typische Szenarien:

  • Lokaler Dienstleister (low–mittel Wettbewerb): Erste Longtail-Top-10 oft nach 8–12 Wochen, stabilere Sichtbarkeit nach 4–8 Monaten.
  • B2B-Leadgen (mittel–hoch Wettbewerb): Erste Signale nach 3–5 Monaten, verlässlichere Pipeline oft nach 6–12 Monaten.
  • E-Commerce (hoch Wettbewerb): Erste Bewegungen nach 3–6 Monaten, Stabilität häufig nach 9–18 Monaten – stark abhängig von Sortiment, Technik und Content-Tiefe.

Woran Sie Wirkung erkennen: Spätestens nach 60–90 Tagen sollten sich Nicht-Brand-Impressionen und der Top-10-Anteil (mindestens in Teilbereichen/Clustern) bewegen.

Neue Website vs. bestehende Website

Eine neue Website startet ohne Historie: weniger Vertrauen, weniger Kontext, oft wenig interne Verlinkung und ein kleiner Content-Grundstock. Eine bestehende Website hat dagegen bereits Signale (positiv oder negativ): Autorität, Backlinks, interne Strukturen – manchmal aber auch Altlasten wie technische Fehler, Kannibalisierung oder dünne Inhalte.

Praktisch heißt das: Neue Domains brauchen oft länger, bis Rankings stabil sind. Bestehende Domains können schneller reagieren – vor allem, wenn Sie vorhandene Seiten verbessern statt nur neue zu veröffentlichen.

Was Sie in den ersten 4–8 Wochen realistisch sehen können

  • In der Google Search Console: mehr gecrawlte und indizierte URLs, erste Impressions-Zuwächse bei Longtail-Queries.
  • Nach technischen Fixes: bessere Crawlability (z. B. weniger Fehler, klarere Canonicals), manchmal schnellere Indexierung.

Wettbewerb & SERP-Realität

„Wie schnell SEO wirkt“ hängt stark davon ab, gegen wen Sie antreten – und wie die Suchergebnisseite (SERP) aufgebaut ist. In manchen Branchen sind die Top-Positionen dauerhaft von Marken, Publishern oder Plattformen besetzt. Zusätzlich können SERP-Features (z. B. lokale Boxen, Shopping oder Videokarussells) die Klickverteilung spürbar verschieben – selbst dann, wenn Ihre Rankings steigen.

„Low vs High Competition“ pragmatisch bestimmen

  • Wie viele starke Domains dominieren die Top-10 (Marken, große Portale, etablierte Shops)?
  • Wie tief sind die Inhalte (Struktur, Beispiele, Aktualität, Vergleichselemente, FAQs)?
  • Ist die Suchintention klar (konkret lösungsorientiert) oder diffus (Informationsmix, hohe Erwartung an Autorität)?

Was heißt „SEO-Erfolg“ wirklich?

Rankings sind ein Mittel, kein Ziel. Rankings ≠ Klicks ≠ Umsatz. Je nach SERP kann die CTR sinken, selbst wenn Sie steigen – etwa wenn ein Ergebnis von KI-Antworten, Features oder großen Marken „überlagert“ wird.

KPI-Definition pro Ziel

  • Leadgen: qualifizierte Anfragen (inkl. Lead-Qualität, nicht nur Anzahl).
  • Shop: Umsatz, Marge, organische Conversion-Rate, Entlastung bezahlter Kanäle.
  • Brand: Sichtbarkeit/Share of Voice, Nicht-Brand-Impressionen, Marken-Suchen im Zeitverlauf.

Warum dauert SEO so lange?

SEO dauert nicht deshalb lange, weil niemand schnell arbeiten kann – sondern weil Suchmaschinen Veränderungen in mehreren Stufen verarbeiten und erst über Zeit bewerten, ob ein Ergebnis für Nutzer wirklich besser ist.

Typischer Ablauf: Crawling → Indexierung → Ranking-Tests → Stabilisierung. Google muss Ihre Seiten zuverlässig finden und abrufen, anschließend korrekt indexieren und dann in verschiedenen Suchanfragen testen, ob Ihre Inhalte im Vergleich zur Konkurrenz die bessere Antwort sind. Je nach Wettbewerb, SERP-Layout und Domain-Signalen kann dieser Test- und Stabilisierungsteil mehrere Wochen bis Monate dauern.

Dazu kommt: Vertrauen/Autorität entsteht selten über Nacht. Selbst wenn ein Inhalt fachlich stark ist, braucht es häufig ein konsistentes Themenbild (Cluster), gute interne Verlinkung und externe Signale (Erwähnungen/Links), damit Google die Relevanz nicht nur punktuell, sondern dauerhaft einordnet.

Und schließlich verschiebt sich Timing durch Updates und Neujustierungen: Algorithmus-Updates, SERP-Änderungen oder Wettbewerber, die nachziehen, können dafür sorgen, dass Ergebnisse schwanken – ohne dass Ihre Arbeit „weg“ ist.

Mini-Beispiel: Sie beheben heute ein Canonical-Problem. In der Search Console sehen Sie oft zuerst weniger Coverage-Probleme. Ranking-Effekte kommen häufig später, weil Google neu crawlen, neu indexieren und dann neu einordnen muss.

Woran Sie Wirkung erkennen: Sinkende Coverage-Probleme, stabilere Rankings über mehrere Wochen und ein klarer Trend bei Nicht-Brand-Impressionen.

Crawling & Indexierung

Typische Bremsen

  • Noindex (absichtlich oder versehentlich)
  • widersprüchliche Canonicals
  • Redirect-Ketten und unnötige Weiterleitungen
  • dünne Seiten ohne klaren Mehrwert
  • interne Linkarmut (wichtige Seiten zu tief versteckt)

Quick Checks

  • GSC: Indexierung/Coverage, Ausschlüsse, auffällige Fehler
  • Sitemap: aktuell, vollständig, nur indexierbare URLs
  • Interne Linktiefe: wichtige Seiten in wenigen Klicks erreichbar

Autorität & Relevanzsignale über Zeit

Warum „ein guter Artikel“ selten reicht

Ein einzelner Inhalt kann kurzfristig ranken, aber langfristig gewinnt meist, wer Themenabdeckung liefert (Cluster), intern sauber verlinkt und von außen Erwähnungen bekommt. Es geht weniger um „mehr Content“ als um ein klares, konsistentes Themenbild.

Updates, Tests, Schwankungen

So interpretieren Sie Schwankungen richtig

Kurzfristige Ausschläge sind kein Urteil. Entscheidend ist die Trendlinie: Entwickeln sich Nicht-Brand-Impressionen, Top-10-Anteil und relevante Landingpages über mehrere Wochen in die richtige Richtung? Dann sind Schwankungen oft Teil der Testphase.

Die 10 Faktoren, wie schnell SEO wirkt.

Wenn Sie realistisch einschätzen wollen, wie schnell SEO in Ihrem Fall wirkt, hilft ein Prognose-Framework. Die folgenden zehn Faktoren bestimmen in der Praxis den Zeitkorridor – und wo Sie zuerst Wirkung sehen (oft bei Longtails und bei Refreshes bestehender Seiten).

1) Technischer Zustand (Indexierbarkeit, Performance)

Warum wichtig: Ohne sauberes Crawling/Indexierung ist alles andere nachgelagert.
Wie prüfen: GSC (Indexierung/Coverage), Crawl-Fehler, Performance.
Was tun: Noindex/Canonicals bereinigen, Redirect-Ketten kürzen, Performance-Basics stabilisieren.

2) Informationsarchitektur & interne Verlinkung

Warum wichtig: Interne Links steuern Wichtigkeit und Themenbeziehungen.
Wie prüfen: Klicktiefe, Orphan Pages, fehlende Kontextlinks.
Was tun: Hub-and-Spoke, Breadcrumbs, bewusste Verstärkung priorisierter Seiten.

3) Content-Qualität & Intent-Match

Warum wichtig: SEO gewinnt, wer die Suchintention am besten trifft.
Wie prüfen: SERP-Check (welcher Content-Typ rankt?), Query-Landingpage-Match.
Was tun: Struktur schärfen, Antworten schneller liefern, Beispiele/Belege ergänzen.

4) Themenabdeckung (Cluster/Topical Authority)

Warum wichtig: Einzelartikel ranken, Cluster stabilisieren.
Wie prüfen: Pillar + unterstützende Cluster? Fehlende Teilfragen? Kannibalisierung?
Was tun: Themenlandkarte, Clusterplan, interne Verlinkung als System.

5) Content-Velocity (Kontinuität)

Warum wichtig: Kontinuität beschleunigt Lern- und Rankingzyklen.
Wie prüfen: Output pro Monat, Verhältnis neu vs. Refresh.
Was tun: Realistische Taktung, wiederholbarer Prozess.

6) Backlinks/Erwähnungen (Qualität)

Warum wichtig: Externe Signale unterstützen Vertrauen, besonders in kompetitiven Märkten.
Wie prüfen: Linkqualität, Relevanz, Diversität, Brand-Mentions.
Was tun: Digital PR, Partnerschaften, Assets (Studie, Template, Datenpunkt) statt Massenlinks.

7) Wettbewerb/SERP-Layout

Warum wichtig: Klickchancen hängen auch von Features und dominanten Marken ab.
Wie prüfen: Wer dominiert Top-10? Welche Features stehen über organischen Treffern?
Was tun: Keywords nach SERP-Chance clustern, Intent-Varianten besetzen, Snippets optimieren.

8) Domain-Historie (Altlasten, Relaunch)

Warum wichtig: Alte Fehler wirken nach: schwache Inhalte, Relaunch-Brüche, technische Altlasten.
Wie prüfen: Historie von Traffic/Indexierung, Relaunch-Weiterleitungen, Qualitätsmuster.
Was tun: Bereinigung, Konsolidierung, saubere Redirect-Maps, schrittweise Stabilisierung.

9) Snippet-Qualität (Title/Meta/CTR)

Warum wichtig: Schlechte Snippets verschenken Wirkung selbst bei guten Positionen.
Wie prüfen: GSC: hohe Impressionen, niedrige CTR; SERP-Vergleich.
Was tun: Titles mit klarer Nutzenbotschaft, präzise Meta-Descriptions, saubere H1.

10) Messbarkeit & Iterationen

Warum wichtig: Ohne Messung optimieren Sie ins Blaue.
Wie prüfen: GSC/GA4 korrekt? Conversion-Tracking? Baseline? Segmentierung?
Was tun: KPI-Set, monatlicher Entscheidungsrhythmus, Tests (Snippet, interne Links, Content-Abschnitte).

Mini-Beispiel: Ampel-Check – Technik (Grün/Gelb/Rot), Content/Intent (Grün/Gelb/Rot), Autorität (Grün/Gelb/Rot). Je mehr Rot, desto eher liegt der Zeitkorridor bei 6–12+ Monaten; je mehr Grün, desto realistischer sind frühe Signale in 6–12 Wochen.

Praxis-Framework: So leiten Sie Ihren Zeitkorridor ab

3 Fragen, die alles entscheiden

  1. Wie stark ist die Ausgangslage? (Technik, Inhalte, interne Links, Autorität)
  2. Wie hart ist der Wettbewerb? (starke Domains, Content-Tiefe, SERP-Features)
  3. Wie viel Ressourcen pro Monat sind realistisch? (Content, Dev, Review, PR)

Daraus ergeben sich in der Praxis oft drei Korridore:

  • 8–12 Wochen: erste klare Signale (Longtail, Refreshes, Snippet- und Link-Quick-Wins)
  • 3–6 Monate: spürbare Bewegung in Clustern (Top-10-Anteil, Nicht-Brand-Impressions)
  • 6–12+ Monate: stabile Rankings und belastbare Lead-/Umsatzwirkung

Quick Wins vs. Langfristhebel

Quick Wins (Wochen)

  • Indexierbarkeit bereinigen (Noindex/Canonicals/Sitemaps)
  • interne Links auf priorisierte Seiten
  • Title/Meta verbessern, Kannibalisierung lösen
  • Thin Content konsolidieren und schärfen

Langfristhebel (Monate)

  • Themencluster ausbauen (Pillar + Cluster)
  • Autorität über Erwähnungen/PR-Assets
  • Refresh-Rhythmus etablieren (nicht nur neu, auch besser)
  • Brand-Signale konsistent stärken

Häufige Zeitfresser

Dinge, die Sie 3–6 Monate kosten können

  • falsche Suchintention
  • zu breite Keywords ohne Teilgewinne
  • keine Priorisierung (zu viele Baustellen)
  • fehlendes Monitoring und fehlende Iteration

90 Tage Plan – so wird Fortschritt messbar.

Ein 90-Tage-Plan ist keine Garantie für „Top-3 in drei Monaten“ – aber er sorgt dafür, dass Fortschritt messbar wird und Sie früh erkennen, ob die Richtung stimmt. Die Logik: Setup → Fixes → Content-Cluster → Iteration.

Mini-Beispiel: 1 Person (solo) schafft meist 1 Pillar + 4–6 Clusterartikel in 90 Tagen (inkl. Optimierung). Ein Team (Marketing + Dev) kann parallel Technik und Content skalieren und kommt häufig auf 1 Pillar + 8–12 Clusterartikel plus strukturelle Verbesserungen.

Woran Sie Wirkung erkennen: Nach 90 Tagen gibt es eine Trendlinie bei Impressions/Rankings und oft erste Conversions über Longtails – sofern Tracking und Priorisierung stimmen.

Tage 0–30: Fundament & Messbarkeit

Setup

  • GSC/GA4 verknüpfen
  • Conversion-Tracking (Anfrage, Kauf, Demo etc.)
  • Baseline-Report (Startwerte) + Segmentierung (Brand/Nicht-Brand, Intent, Verzeichnisse)

Technische Quick Wins

  • Indexierbarkeit bereinigen (Noindex/Canonicals/Robots)
  • Sitemap(s) aktualisieren
  • Top-Fehler priorisieren (Redirect-Ketten, 404/Soft-404, Parameter)
  • Interne Links: wichtige Seiten sichtbarer machen

Keyword-/Seiten-Mapping

  • 1 Pillar-Seite festlegen
  • 6–10 Cluster-Themen planen
  • Mapping: Query/Intent-Gruppe → Seite
  • Kannibalisierung vermeiden (pro Intent eine Hauptseite)

Produktion

  • Clusterartikel nach Intent-Gruppen:
    • Info (Grundlagen)
    • Vergleich (Optionen, Vor-/Nachteile)
    • Lösung (Checklisten, Schritt-für-Schritt)

Onpage-Optimierung

  • Snippets (Title/H1) klar auf Intent
  • Struktur scanbar (Zwischenüberschriften, Listen, kurze Antworten)
  • FAQs dort, wo echte Fragen bestehen

Interne Verlinkung

  • Hub-and-Spoke (Cluster ↔ Pillar)
  • Kontextlinks zwischen verwandten Artikeln
  • Breadcrumbs und klare Verzeichnisse

Tage 61–90: Iteration, Refresh, Autorität

Refresh & Optimierung

  • Impressions hoch, CTR niedrig: Snippet testen
  • Position 11–20: gezielte Verstärkung (Abschnitte ergänzen, interne Links)
  • Kannibalisierung konsolidieren

Autoritäts-Hebel

  • Erwähnungen/Partnerschaften (Branche, Verbände, Partner)
  • PR-Assets (Template, Datenpunkt, Mini-Studie)

Reporting

  • 1-Pager: Was hat sich bewegt? Was funktioniert? Was ist der nächste Fokus?

Messen statt raten – KPIs, die SEO-Fortschritt zeigen

Ein gutes KPI-Set trennt Leading Indicators (frühe Signale) von Lagging Indicators (spätere Ergebnis-Metriken). So erkennen Sie früh, ob Sie auf Kurs sind, auch wenn große Rankings noch fehlen.

Sonderfall: Sichtbarkeit hoch, Klicks flach. Das passiert z. B. bei SERP-Features oder KI-Antworten, die Klicks abfangen. Dann bewerten Sie Erfolg stärker über Landingpage-Performance und Conversion-Qualität.

Woran Sie Wirkung erkennen: steigende Nicht-Brand-Impressionen, mehr Top-10-Keywords und eine über Wochen stabile Conversion-Rate auf organischen Landingpages.

Leading KPIs

Welche Signale nach 2–6 Wochen kommen dürfen

  • Indexierung/Coverage verbessert sich
  • Nicht-Brand-Impressionen steigen (Longtail/Cluster)
  • Ranking-Verteilung verschiebt sich (mehr 11–20 und 4–10)
  • Mehr Landingpages erhalten Impressionen/Klicks
  • CTR verbessert sich nach Snippet-Optimierung

Lagging KPIs

Wann Traffic/Leads typischerweise nachziehen

  • Organischer Traffic: häufig ab 3–6 Monaten spürbar
  • Leads/Umsatz: häufig ab 4–12+ Monaten (je nach Funnel und Intent)
  • Assisted Conversions: oft früher sichtbar (SEO „bahnt an“)

KPI-Fehler, die Sie in falsche Entscheidungen treiben

Klassiker

  • Nur „Durchschnittsposition“ ohne Segmentierung
  • Keine Baseline
  • Reporting ohne Entscheidungen
  • Klicks als einziges Ziel
  • Zu kurze Beobachtungsfenster (Aktionismus)

SEO realistisch beschleunigen – ohne Spam.

SEO lässt sich beschleunigen – aber nicht im Sinne von „morgen Platz 1“. Realistisch heißt: Sie machen Fortschritt früher messbar, reduzieren Reibungsverluste und setzen Hebel so, dass Google schneller lernt, worum es geht.

Die besten Turbo-Effekte entstehen aus soliden Basics: Technik-Hygiene, klare Suchintention, interne Verlinkung und gezielte Refreshes.

Woran Sie Wirkung erkennen: kürzere Zeit bis Indexierung, schnellere Rankingbewegung bei bereits indizierten Seiten und steigende Nicht-Brand-Impressionen in den bearbeiteten Clustern.

Quick Wins mit hoher Trefferquote

Interne Links, Titles, Kannibalisierung, Thin-Content-Fix

  • Interne Links auf 5–10 priorisierte Seiten verstärken
  • Titles/Meta bei Seiten mit vielen Impressionen optimieren
  • Kannibalisierung konsolidieren und klare Hauptseiten definieren
  • Thin Content ergänzen, fokussieren oder zusammenführen

Content-Refresh als Turbo

„Impressions da, Klicks nicht“ → Snippet/Intent/Abschnitte nachschärfen

  • Snippet testen (Title/Meta)
  • Erste Absätze klarer (Time-to-Answer)
  • Fehlende Teilfragen ergänzen
  • Inhalte nach Intent strukturieren

Was Sie nicht versprechen sollten

„Garantierte Rankings“ / fixe Zeitversprechen

Niemand kann seriös Top-Positionen in festen Zeiträumen garantieren. Realistisch ist: frühere Signale, klarere Trendlinien, schnelleres Lernen durch Iteration.

FAQ

Wie lange dauert SEO bei einer neuen Domain?

Bei einer neuen Domain fehlt Historie und Autorität. Realistisch sind häufig 8–12 Wochen bis zu ersten Signalen (Indexierung, Longtail-Impressionen) und 6–12+ Monate bis zu stabilen Nicht-Brand-Rankings – je nach Wettbewerb und Ressourcen.

Wann sehe ich erste Ergebnisse – und welche genau?

Meist zuerst technische und Sichtbarkeits-Signale: mehr indexierte Seiten, mehr Nicht-Brand-Impressionen, erste Bewegungen im Longtail und bei Rankings im Bereich 11–20. Leads/Umsatz folgen oft später.

Wie lange dauert es, bis Google Änderungen indexiert?

Das variiert: von wenigen Tagen bis mehrere Wochen. Es geht schneller, wenn Seiten gut intern verlinkt sind, eine saubere Sitemap existiert und keine Indexierungsbremsen (Noindex, Canonical-Konflikte) vorliegen.

Was sind realistische SEO-Ergebnisse nach 3 Monaten?

Nach 90 Tagen sollten Sie eine klare Trendlinie sehen: steigende Nicht-Brand-Impressionen in bearbeiteten Clustern, mehr Keywords in Top-10-Nähe (z. B. 11–20 → 4–10) und erste Conversions über Longtails – bei sauberem Tracking.

Was sind realistische SEO-Ergebnisse nach 6–12 Monaten?

In vielen Projekten wird es ab diesem Zeitraum stabiler: mehr dauerhaft rankende Cluster, planbarer Nicht-Brand-Traffic und spürbarere Lead-/Umsatzbeiträge. In hochkompetitiven Märkten kann es länger dauern.

Warum schwanken Rankings plötzlich?

Schwankungen sind häufig Teil von Tests, Updates und Wettbewerbsdynamik. Entscheidend ist die Entwicklung über mehrere Wochen.

Kann SEO „über Nacht“ funktionieren – wann ist das realistisch?

„Über Nacht“ ist selten. Schnell sind Effekte eher bei bestehenden Seiten: Snippet verbessern, interne Links setzen, Kannibalisierung beheben oder Indexierungsprobleme lösen.

Welche KPIs belegen Fortschritt, wenn Rankings noch fehlen?

Leading KPIs: Indexierung/Coverage, Nicht-Brand-Impressionen, Anzahl rankender Landingpages, Keyword-Verteilung (mehr 11–20/4–10), CTR. Lagging KPIs: organischer Traffic, qualifizierte Leads, Assisted Conversions.